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Welche Kliniken sind bei Erkrankungen des Herzens geeignet? Hier sind 50 Krankenhäuser dargestellt, die einen hohen Behandlungsstandard erfüllen.
Was Herzkrankheiten betrifft, verfügen deutsche Ärzte über eine große Expertise. Denn Erkrankungen des Herzens, wie die Koronare Herzkrankheit (KHK), ein Herzinfarkt und die Herzschwäche gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Dementsprechend groß ist das Interesse daran, geeignete Therapien für eine schnelle Genesung zu erforschen.
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In allen nachfolgend genannten Kliniken haben Ärzte eine überdurchschnittliche Erfahrung bei der Behandlung einer Koronaren Herzkrankheit.
Kliniken für Herzmedizin
Krankenhaus | Stadt | Behandlungsfälle (2023) |
---|---|---|
St.-Johannes-Hospital Dortmund | Dortmund | 2573 |
Charité - Universitätsmedizin Berlin | Berlin | 2070 |
Herz- und Diabeteszentrum NRW | Bad Oeynhausen | 1487 |
Klinikum Links der Weser | Bremen | 1470 |
Deutsches Herzzentrum München | München | 1367 |
Universitätsklinikum Heidelberg | Heidelberg | 1282 |
Universitätsklinikum Bonn | Bonn | 1277 |
Universitätsklinikum Düsseldorf | Düsseldorf | 1262 |
Augusta-Krankenhaus | Düsseldorf | 1221 |
Marien Hospital Witten | Witten | 1206 |
Cellitinnen-Krankenhaus St. Vinzenz | Köln | 1165 |
Helios Klinikum Emil von Behring | Berlin | 1119 |
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier | Trier | 1092 |
Robert Bosch Krankenhaus | Stuttgart | 1071 |
Herzzentrum Leipzig | Leipzig | 1019 |
Universitätsklinikum Ulm | Ulm | 1006 |
Helios Klinikum Wuppertal - Campus Elberfeld | Wuppertal | 1002 |
Klinikum Dortmund Mitte | Dortmund | 991 |
Sana-Herzzentrum Cottbus | Cottbus | 984 |
SHG-Kliniken Völklingen | Völklingen | 975 |
Kerckhoff-Klinik | Bad Nauheim | 966 |
Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt | Bad Neustadt a. d. Saale | 948 |
St. Josef Krankenhaus Moers | Moers | 937 |
DRK Kliniken Berlin Köpenick | Berlin | 935 |
Helios Klinikum Krefeld | Krefeld | 927 |
Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen | Bad Krozingen | 911 |
Segeberger Kliniken - Standort Bad Segeberg | Bad Segeberg | 902 |
Herzzentrum Dresden | Dresden | 893 |
Schüchterman-Klinik | Bad Rothenfelde | 882 |
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel | Kiel | 867 |
Universitätsklinikum Erlangen | Erlangen | 862 |
Klinikum Oldenburg | Oldenburg | 827 |
Zentralklinik Bad Berka | Bad Berka | 784 |
Universitätsmedizin Rostock | Rostock | 780 |
Universitätsklinikum Halle (Saale) | Halle (Saale) | 778 |
Helios Frankenwaldklinik Kronach | Kronach | 769 |
Agaplesion Bethanien Krankenhaus | Frankfurt am Main | 763 |
Marienhospital Gelsenkirchen | Gelsenkirchen | 759 |
Helios Kliniken Schwerin | Schwerin | 733 |
Klinikum Nürnberg Süd | Nürnberg | 727 |
Marien Hospital Herne | Herne | 721 |
Universitätsklinikum Magdeburg - Standort Leipziger Straße | Magdeburg | 714 |
Albertinen-Krankenhaus | Hamburg | 712 |
MediClin Herzzentrum Lahr/Baden | Lahr/Schwarzwald | 710 |
Christliches Klinikum Unna | Unna | 700 |
Klinikum Fürth | Fürth | 679 |
Alfried Krupp Krankenhaus Rüttenscheid | Essen | 671 |
Universitätsklinikum Köln | Köln | 666 |
Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | Mainz | 665 |
LMU Klinikum - Campus Großhadern | München | 664 |
Per Mouseover wird Ihnen der Name des Klinikums angezeigt
So wurde die Klinikliste erstellt:
In den dargestellten Kliniken haben Ärzte eine große Erfahrung mit der sehr häufig gestellten Diagnose der Koronaren Herzkrankheit (KHK). Es wurden jene 50 Häuser gelistet, in denen diese Erkrankung im Jahr 2023 am häufigsten behandelt wurde (Diagnoseschlüssel I25). Krankenhäuser sind dazu verpflichtet in Qualitätsberichten über die eigene Krankenbehandlung zu informieren und die Informationen dem Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung zu stellen. Sie dokumentieren auch die Anzahl der behandelten Patienten. Verschiedene Krankenkassen stellen die Daten zur Verfügung. Die oben dargestellten Behandlungszahlen sind dem Krankenhausatlas der AOK entnommen.
Fakten zur Behandlung von Herzkrankheiten
Die Symptome, die auf eine Herzerkrankung hindeuten, sind ganz unterschiedlich. Das liegt daran, dass das Herz ein komplexes Organ mit Vorhöfen, Kammern und Klappen ist. Es ist zum einen mit dem Körperkreislauf und zum anderen mit dem Lungenkreislauf verbunden. Männer und Frauen reagieren unterschiedlich auf bestimmte Herzkrankheiten. Während beim Mann beim Herzinfarkt zum Beispiel die herzinfarkt-typischen Symptome wie Brustschmerzen, Ausstrahlung in den linken Arm und Engegefühl im Brustkorb stark und eindeutig sind, sind sie bei Frauen eher vermindert und treten in Kombination mit Bauchschmerzen und Magenbeschwerden aus.
So wie die Symptome sind auch die Ursachen von Herz-Kreislauf-Krankheiten unterschiedlich. Als Risikofaktoren, die die Entstehung einer Herzerkrankung begünstigen, gelten Nikotinkonsum, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht, ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung oder psychosoziale Stressfaktoren. Auch das Alter und die genetische Veranlagung spielen eine Rolle. Oftmals tritt zunächst eine Gefäßverkalkung auf (Arteriosklerose). Denn Fette und Cholesterin lagern sich als Plaques an der inneren Gefäßwand ab. So verkleinert sich der Durchmesser der Blutgefäße. Das Herz muss nun mehr Druck aufbauen, damit das Blut durch die Engstellen gepumpt und der Körper weiterhin mit Sauerstoff versorgt werden kann. Die erhöhte Belastung führt zur Erkrankung des Herzmuskels.
Zur Erkennung einer Herzkrankheit führen Ärzte ein ausführliches Anamnesegespräch mit Ihnen. Sie werden nach Risikofaktoren in Ihrem Leben fragen. Gab es schon Herzerkrankungen in der Familie? Rauchen Sie? Wie schwer sind Sie? Leiden Sie an hohem Blutdruck? Nach der Beantwortung der Fragen folgt die körperliche Untersuchung. Mit einem Stethoskop können Fachärzte Ihr Herz abhören, um krankhafte Strömungsgeräusche festzustellen. Mit einem Elektrokardiogramm (EKG) wird mittels Elektroden Ihre Herzaktivität in Ruhephase und unter Belastung gemessen. Hier würden mögliche Rhythmusstörungen auffallen. Mit einer Echokardiographie (Herzecho) können die Ärzte mithilfe eines Ultraschallgeräts die Herzbewegungen “live” mitverfolgen. Eine Herzkatheteruntersuchung erlaubt es den Ärzten, die umliegenden herznahen Blutgefäße zu prüfen.
Als Therapiemethoden kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden infrage. Wurde bei Ihnen beispielsweise eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert, empfehlen Ihnen Ärzte individuelle Risikofaktoren zu verringern. Eine Heilung ist zwar nicht möglich, doch Sie können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Die Ärzte raten zu einer gesunden Lebensweise: Sport, gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion und Rauchstopp. Sie verschreiben Ihnen auch Medikamente wie ß-Rezeptoren-Blocker. Diese reduzieren den Blutdruck, verlangsamen den Puls und entlasten so das Herz. Bei ausgeprägten Formen muss die koronare Herzkrankheit mit einer Bypass-Operation behandelt werden. Die bestehende Engstelle am Herzkranzgefäß, das nicht mehr ausreichend den Herzmuskel mit Blut versorgen kann, wird mit einem gesunden Gefäßstück (aus dem Brustkorb oder Unterschenkel) überbrückt. So stelle die Chirurgen die ausreichende Durchblutung des Herzmuskels wieder her.
Auch wenn die Zahl der diagnostizierten Fälle (ICD-Code I20-I25) mit koronaren Herzkrankheiten in den letzten Jahren gesunken ist, sind sie in Deutschland die führende Todesursache. Im Jahr 2023 wurden immerhin noch rund 537.000 Menschen mit KHK in deutschen Kliniken behandelt. Die Erkrankung tritt in einer breiten Altersgruppe von 55 bis 84 Jahren besonders häufig auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in einem Krankenhaus liegt bei etwa sieben Tagen.
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Die komplette arterielle Bypassversorgung ohne den Einsatz der Herz-Lungenmaschine, deren Langzeitergebnisse wesentlich besser sind als die konventionelle Venenbypassversorgung, werden in dieser Liste gar nicht aufgeführt! Das ist wirklich ein Skandal!!! Die auf dieser Platform suchenden Patienten werden über diese wesentlich modernere Form der Herzchirurgie gar nicht informiert!
Hallo Frau Bleese,
danke für Ihren Kommentar. Schauen Sie mal bei der Klinikliste für Bypass-Operationen. Da gehen wir auf die von Ihnen genannten Punkte ein: https://www.klinikkompass.com/kliniken-fuer-eine-bypass-operation/
LG, Lukas Hoffmann
Liebes klinikkompass-Team,
einerseits fragen Sie „Welche deutschen Kliniken sind die besten bei Erkrankungen des Herzens?“, andererseits wird in den Kriterien lediglich auf die Anzahl als Beurteilungskriterium eingegangen, nicht auf Aufenthaltsdauern, Infektionen, oder andere relevante Faktoren.
Spielt tatsächlich nur die Anzahl bei der Bewertung, welches KH am „besten“ ist eine Rolle?
mit freundlichen Grüßen
Philipp R.
Hallo Philipp,
danke für deine Nachricht. Tatsächlich freuen wir uns immer, wenn wir mehrere Kriterien bei der Erstellung einer Liste auswählen können. Leider gibt es bei der Koronaren Herzerkrankung keine relevanten weiteren Daten. Komplikationsraten zu einzelnen Kliniken gibt es nur bei der Implantation eines therapeutischen Herzkatheters (PCI) und der Kathetergestützen Aortenklappen-Implantation (TAVI). Patientenbewertungen liegen für die einzelnen Kliniken zwar vor, aber sie betreffen nicht nur die Kardiologie, sondern das gesamte Klinikum.
Ohnehin sind unsere Listen immer nur als Anregung gedacht, sich ein Klinik in der Nähe genauer anzuschauen. Die Daten sind das eine, die Stimmung vor Ort und die Ausstattung der Fachabteilung das andere.
LG, Lukas
Gibt es einen Grund, warum das UKAachen nicht auf der Liste ist? Dort werden über 1.000 Bypass OP’s gemacht.
Hallo Herr Brüsseler,
für Bypass-Operationen gibt es eine gesonderte Liste. Die RWTH Aachen ist dort gelistet: https://www.klinikkompass.com/kliniken-fuer-eine-bypass-operation/
LG, Lukas Hoffmann